Die Sorgen einer Mama – Cyberbullying

WäscheleineDie Sorgen einer Mutter könnten wohl noch nicht mal auf einen Zettel passen, denen die Kinder einer Großstadt nutzen, um dort ihre Wünsche an den Weihnachtsmann aufzuschreiben. Natürlich ist das stark übertrieben, aber sie wissen, wie ich das meine.

Ich sorge mich ständig um meine Kinder. Hat der Große überhaupt für die anstehende Klausur gelernt? Und geht der mittlere gut mit seinen neuen Turnschuhen um und wie lange werden sie dieses Mal halten? Schließlich ist er grade mitten in der Pubertät.

Auch der Medienumgang beschäftigt mich sehr. Ich möchte nicht, dass Kinder zu sehr mit ihrem Smartphone hantieren, auf der anderen Seite ist es mir bewusst, dass Kinder eine gewisse Medienkompetenz brauchen, nicht nur in der Schule, auch bald in der Berufswelt. Aber wo soll ich die Grenze setzen? Lesen Sie in diesem Text, was das Cyberbullying damit zu tun hat und warum ich keine Anzeige erstattet habe.

Es ist gut möglich, dass sie gar nicht wissen, was das Cyberbullying bedeutet. Dabei geht es um Text oder Bildnachrichten, also auch Videos, auf denen eine Person diskreditiert wird. Dabei bleibt es oft aber nicht. Denn, wie sie wahrscheinlich wissen, gibt es sogenannte soziale Netzwerke, in denen sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene tummeln.

Dort werden ebenfalls Fotos hochgeladen, was bei den Jugendlichen anscheinend ganz besonders beliebt ist. Leider geht es dabei nicht immer freundlich zur Sache. Sehr oft passiert es auch, dass Spott und Häme geäußert werden. Das sorgt dann auf der einen Seite für sehr viele Lacher, auf der anderen Seite leiden die betroffenen Jugendlichen natürlich enorm.

Cyberbullying ist relativ neu. Das liegt aber daran, dass die Smartphones erst in den letzten Jahren so gut wurden, dass man sie auch für mobile Kommunikation problemlos einsetzen kann. Ich bin davon überzeugt, dass es das Phänomen schon eher gegeben hätte, wenn es früher bessere Technik gegeben hätte.

MädchenDas ist an sich nur eine Randbemerkung, allerdings nur, bis sie den folgenden Gedanken haben: Wie kann man sich gegen Cyberbullying wehren? Es gibt kaum Forschungen dazu und die meisten Menschen werden noch nie mit diesem Phänomen in Kontakt gekommen sein, es sei denn, wenn sie ein eigenes Kind haben, dass nun ungefähr in der Pubertät ist.

In den Medien wird Cyberbullying sehr selten besprochen und davon mal abgesehen, habe ich nicht das Gefühl, dass Politiker sehr viel von den neuen Medien verstehen. Des Weiteren habe ich auch kein großes Vertrauen in die Lehrer gehabt. Also blieb mir nur die Möglichkeit, dass ich meinem Kind vertraue und darauf hoffe, dass mein Sohn die Angelegenheit schon regeln wird.

Was zuerst nur eine Notlösung war, hat sich nach kurzer Zeit zu einem sehr guten Patent Rezept entwickelt. Seitdem mein mittlerer Sohn die Beleidigungen nicht nur bekämpfen, sondern auch widerlegen konnte, hatten wir als Familie nicht mehr mit diesem Phänomen zu tun.