Hurra! Ich werde Tante

Teddybären
Ich knutsche dich Schwesterherz :*

Meine Schwester ist im Jahr 1970 geboren. Sie ist also vier Jahre älter als ich. Als junges Mädchen musste ich mich sehr oft gegen meine Schwester durchsetzen.

Es wurde immer gesagt, dass sie doch viel besser in der Schule ist, dass die Jungs sie besser fanden, als mich, was mir im Nachhinein Schnurz – Piep – Egal ist und dass sie auch viel beliebter sei, als ich. Ich gebe zu, dass mich der letzte Punkt etwas beschäftigt hat, im Endeffekt spielt aber auch das keine Rolle.

Nach der Schule gingen wir beide getrennte Wege. Zumindest tagsüber. Wir wohnten beide weiterhin in unserem Elternhaus, gingen aber nicht mehr jeden Tag denselben Weg zur Schule und wieder nach Hause. Ich fing in einem Nähgeschäft an und meine Schwester ging in einen Supermarkt.

Dort machte sie auch ihre Ausbildung. Ein Umstand, der laut meiner Mutter, 20 Jahre vorher kaum vorstellbar gewesen sein soll. Mit anderen Worten, hätte meine Schwester wohl erst gar nicht an eine Ausbildung denken sollen, wenn sie im Jahre 1950 auf die Welt gekommen wäre. Auf Nachfrage erklärte mir meine Mutter, dass das damals ebenso war und die Gesellschaft noch nicht so weit war.

Wenn ich darüber nachdenke, kann ich nur froh sein, dass ich 24 Jahre später auf die Erde gekommen bin. Weitere 22 Jahre später erzählte ich meinen Eltern, dass ich schwanger sei und bald auch heiraten werde. Sie waren sehr glücklich und ich konnte es ebenfalls kaum erwarten.

Herz Karte
Ein dickes Herz an das Kind meiner Schwester

Nun hat meine Schwester mir erzählt, dass ich Tante werde. Ihre älteste Tochter wird 21 Jahre alt und hat ihr eröffnet, dass sie mit ihrem Freund, den sie nun auch mehr als fünf Jahre kennt, ein Kind erwartet.

Ich weiß nicht genau, was meine Schwester gedacht hat. Ich weiß aber, dass sie mir letztens noch gesagt hat, wie schnell die Zeit vergehen würde und sie noch weiß, wie ihre Tochter das Laufen gelernt hat, heutzutage hat sie beinah ihren Abschluss in der Tasche und ist eigentlich bereit zu arbeiten.

Daraus wird wohl erst mal nichts. Statt mit Excel Tabellen und Bestellungen, wird sie sich in der nächsten Zeit wohl eher mit Kursen für werdende Mütter auseinandersetzen. Es ist zwar theoretisch möglich, dass eine Firma sie jetzt einstellen wird, praktisch sollte man davon aber nicht ausgehen. Denn man bildet zwar eine Fachkraft weiterhin aus, diese Fachkraft wird aber für die nächsten ein bis zwei Jahre nicht in der Firma tätig sein.

Dazu kommt, dass viele Firmen wissen wollen, ob sie vor hat in der nächsten Zeit schwanger zu werden. Nun ja, diese Frage kann sie ja jetzt mit „Nein“ beantworten. Denn in den nächsten sechs Monaten werden wir ein neues Familienmitglied begrüßen dürfen. Ich freue mich schon sehr!